| Die
Skimagistrale (KLM / KBS) -
Von Dlouha Louka über Cinovec nach Adolfov
In diesem Bereich soll der Abschnitt von Dlouha
Louka
(Langewiese) bis Adolfov (Adolfsgrün) vorgestellt werden, welcher
auschließlich auf tschechischem Gebiet verläuft. Diese Strecke wird man
so nicht auf den teils veralteten Übersichtstafeln zur "deutschen"
Skimagistrale SM finden. Wie bereits einleitend auf der Übersichtsseite
erklärt, ist der Begriff "Skimagistrale" eine deutsche Übersetzung des
tschechischen Worts Krušnohorská lyžařská
magistrála, kurz KLM. Die KLM ist ein bereits seit den 70er Jahren
existierender Skifernwanderweg auf tschechischer Seite, der allerdings
auch nur in Abschnitten gespurt und ausgeschildert ist und in den
letzten Jahren einigen deutlichen Streckenveränderungen im
Osterzgebirge unterlag. Der
Verlauf von KLM und SM ist gerade im Osterzgebirge
unterschiedlich. Da
der Erzgebirgskamm mit
Ausnahme des Kammloipenbereichs im Westerzgebirge mehr oder weniger
deutlich südlich der Staatsgrenze zwischen Deutschland und der
Tschechischen Republik verläuft, war eine schneesichere
Fernwanderloipe auf tschechischem Gebiet einfacher zu realisieren als
in Sachsen - besonders zu Zeiten als grenzüberschreitende
Skiwanderungen noch nicht möglich waren wie heute.
Die
Krušnohorská magistrála existiert
sowohl als
Skivariante als auch als Radwanderweg (Achtung! unterschiedliche
Streckenführung). Die Skivariante (lyžařská
magistrála) hat in
Jeleni/Nove Hamry ihren westlichen Startpunkt. Weiter westlich wird
seit einigen Jahren nicht mehr durchgängig gespurt, auch wenn hier
besonders von
deutscher Seite auf eine Entlastung der Kammloipe gedrängt
wurde. Im Naturschutzgebiet des Großen Kranichsees sollen
seltene Tierarten geschützt werden, die besonders im Winter
unter hohem Stress stehen und nicht gestört werden
dürfen. Eine explizite "KLM"-Ausschilderung findet man zwischen Pernink und Bozi Dar. KLM und SM verlaufen hier
größtenteils
identisch. Eine wesentliche Bedeutung kommt der KLM dann erst wieder im
Osterzgebirge
zu, wo
diese entsprechend ausgeschildert (rote
Skiloipenausschilderung mit KBS-Symbol) und gespurt wird.
Der KLM-Abschnitt zwischen Cesky Jiretin und Cinovec wird auch
offiziell auf den großen teils veralteten Hinweistafeln der deutschen
Skimagistrale SM als Alternativstrecke zur Osterzgebirgsloipe
dargestellt.
Zu beachten ist, dass das neue Projekt "Krusnohorska Bila
Stopa -
Weiße Spur des Erzgebirgs" den Bereich von Cesky Jiretin
ausschließt und stattdessen südlich von der
Talsperre Flaje
über Dlouha Louka verläuft. Hintergrund ist,
dass südlich der Talsperre Flaje ein Wildgatter
existiert,
wo nicht maschinell gespurt werden darf. Im Jahr 2008
wurde die Genehmigung erteilt, am Rand des Schutzgebiets den Zaun zu
versetzen und eine Loipe präparieren
zu
dürfen, sodass die alte KLM-Route über Cesky Jiretin
aus
tschechischer Sicht seitdem praktisch obsolet ist. Der westliche KLM-Abschnitt im Osterzgebirge zwischen Lesna und Dlouha Louka wurde bereits zusammen mit der SM als 5. Etappe vorgestellt. Die
Strecke führt von Dlouha Louka nach Cinovec direkt auf dem Gebirgskamm,
von wo aus man problemlos Altenberg erreichen kann. Anschließend wird
aber noch weiter in östliche Richtung gespurt. Damit ist das letzte
Teilstück zwischen dem tschechischen Zinnwald und Adolfov (Adolfsgrün)
nicht mehr Bestandteil des "deutschen" Skifernwanderwegs, der von
Schöneck bis einschließlich Altenberg beworben wird. Da aber im
gesamten Kammgebiet eine Überschneidung der deutschen mit der
tschechischen Skimagistrale stattfindet, ist es sinnvoll auch dieses
Teilstück der tschechischen Skimagistrale hier aufzuführen. Zu beachten
ist, dass eine maschinelle Loipenpräparation meist nur am Wochenende
erfolgt.
Auf deutscher Seite sind die
Orte Altenberg, Zinnwald und Geising die östlichsten Wintersportzentren
des Erzgebirges. Östlich der Müglitz werden kaum noch schneesichere
Höhenlagen von über 700m erreicht. In Tschechien findet man dagegen mit
dem Mückenberg (Komari hurka) und dem Skigebiet Telnice/Adolfov noch
attraktive und schneesichere Wintersportgebiete weiter östlich. Nur
langsam beginnt der Kamm an Höhe zu verlieren. Der Mückenberg ist der
östlichste Erzgebirgsberg mit über 800 Metern Höhe, von wo aus man bei
gutem Wetter traumhafte Blicke nach Böhmen genießen kann. Bei Adolfov
(Adolfsgrün) werden immerhin nochmals 796m (Zechberg/Rudny vrch)
erreicht. Von mangelnder Schneesicherheit im östlichen Osterzgebirge
kann also keine Rede sein.
Aus
geologischer Sicht endet bei Naklerov, einem Ortsteil von
Petrovice, das Erzgebirge. Die neue Autobahn führt in diesem
Bereich über den Kamm. Östlich schließt
sich
das
Elbsandsteingebirge an und die Höhenlagen erreichen kaum noch
650m. Rund um Tisa, einige Kilometer nordöstlich von Naklerov,
sind
jedoch noch regelmäßig Skiloipen gespurt. Bei guter
Schneelage ist die so genannte "Hohe Tour" sehr beliebt, die
zunächst wie die KLM nach Adolfov führt und dann
über
Tisa weiter östlich bis ins Elbtal fortgesetzt wird.
| Höhe |
Kilometer |
Markierung |
Station |
| 1 |
860m |
0 |
 | 28 |
KBS/ |
Dlouha
Louka |
| 2 |
800m |
3 |
25 |
KLM/KBS
| Pod
vrchem Tri panu |
| 3 |
875m |
4 |
24 |
KLM/KBS |
Vrch
Tri panu |
| 4 |
860m |
5 |
23 |
KLM/KBS |
Waldausgang
an den Windrädern |
| 5 |
830m |
7 |
21 |
KLM/KBS |
Querung
Straße zum Stürmer (Bournak) |
| 6 |
810m |
7,5 |
20,5 |
KLM/KBS |
Querung
Straße Mikulov - Nove Mesto |
| 7 |
810m |
9 |
19 |
KLM/KBS |
Vitiska/Mikulaska
| | 8 |
870m |
13,5 |
14,5 |
KLM/KBS |
Waldausgang
am Großen Lugstein, Abzw. Zinnwald |
| 9 |
860m |
14,5 |
13,5 |
KLM/KBS |
Cinovec,
Querung Hauptverkehrsstraße |
| 10 |
800m |
22,5 |
5,5 |
KLM/KBS |
Mückentürmchen
(Komari vizka) |
| 11 |
760m |
25 |
3 |
KLM/KBS |
Habartice
| | 12 |
750m |
28 |
0 |
KLM/KBS |
Adolfov
|
Abweichungen
von 1 bis 2 Kilometern möglich
KLM - Krušnohorská
lyžařská
magistrála
KBS - Krušnohorská
bílá stopa
siehe
auch: »
Loipen Dlouha Louka » Loipen Nove
Mesto/Bournak »
Loipen
Fojtovice und Mückenberg »
Loipen Adolfov
und Telnice
» Loipenplan Dlouha Louka mit KLM bis Nove
Mesto (Bilddatei) » Loipenplan Dlouha Louka mit KLM bis Nove
Mesto (pdf-Datei) »
Loipenplan Altenberg mit KLM von Nove Mesto - Cinovec (Bilddatei) »
Loipenplan Altenberg mit KLM von Nove Mesto - Cinovec (pdf-Datei) » Loipenplan KLM von Cinovec bis Adolfov
(Bilddatei) »
Loipenplan KLM von Cinovec bis Adolfov (pdf-Datei)
externe Links: » Loipenatlas Skiregion Dlouha Louka, Nove
Mesto (Bournak), Fojtovice und Adolfov »
aktuelle Loipeninformationen
Ab Dlouha
Louka (Pension bzw.
Loipenparkplatz) nutzt man zunächst die breite Loipe auf dem Feld
bergauf nach Nordosten. Am Waldrand angekommen teilt sich die Loipe.
Man folgt der roten bzw. gelben Markierung in den Wald. Anschließend
führt die Loipe zunächst leicht bergab durch den Wald. Rechts zweigt
zunächst eine Loipe ab, die man aber nicht nimmt. Erst danach erreicht
man eine breite Waldschneise. Hier folgt man der gelben und roten
Markierung nach Osten. Kurz darauf erreicht man den Pod vrchem
Tri
panu - eine
Loipenkreuzung. An dieser Stelle folgt man nun der gelben Markierung
geradeaus, nicht der roten Markierung nach rechts. Es folgt ein
leichter Anstieg bis
zum
eigentlichen Berg Tri panu. Hier folgt man der Loipenausschilderung
geradeaus leicht bergab. Später erreicht man den Waldausgang.
Die
Loipe
führt nun über ein windanfälliges Teilstück an den drei großen
Windrädern vorbei zur kleinen Siedlung Nove Mesto. In diesem Bereich
zweigt eine kleine Loipe zum Ortskern links ab. Ein kleiner geräumter
Weg muss gequert werden. Nach weiterem Verlauf auf freiem Feld wird die
Straße hinauf zum Berg Bournak (Stürmer) erreicht (Parkplatz für
alpines Skigebiet). Auch diese kleine Straße quert man. Es folgt eine
leichte Abfahrt zur Straße Nove Mesto - Mikulov.
Nach
Querung der Straße folgt man der Loipe auf freiem Feld bis man wieder
den Waldrand erreicht. Nun verläuft die Strecke über einen schmalen
Bergrücken, wo beiderseits des Weges der Hang direkt steil abfällt mit
teilweise schönem Blick nach Süden. An keiner anderen Stelle ist der
Erzgebirgskamm so schmal wie, auch wenn es nach Norden zu nicht allzu
weit bergab geht. Anschließend folgt ein Anstieg (in
Gegenrichtung mittelschwere Abfahrt) zum Klinovcik. Nach Erreichen des
Waldausgangs folgt eine leichte Abfahrt auf freiem Feld zu den beiden
Häusern Wittichbaude
(Vitiška) und Mikulaska als Pensionen und
Einkehrmöglichkeiten. Links zweigen hier auch zwei örtliche Loipen von
Nove Mesto aus ein. Nun geht es wieder in lichten Wald. An der
Mikulaska-Baude orientiert man sich links. Nun führt die Skimagistrale
auf breitem Weg (im Winter
normalerweise für den
Autoverkehr gesperrt) direkt nach Cinovec, dem
tschechischen
Teil von Zinnwald. Nach Passage einer Schutzhütte (links Abzweigungen
Richtung Rehefeld und Moldava, rechts Abzweigungen Richtung
Bornhauberg) folgt nochmals ein längerer Anstieg. Vor Zinnwald ist die
Strecke flach bis leicht abfallend. Am Waldrand angekommen, kann man
bereits die ersten Häuser von Cinovec erkennen. Links zweigt eine Loipe
über die Grenze zur Kahlebergloipe ab, welche sich nur etwa 200m
entfernt befindet.
Von Cinovec nach Altenberg:
Skiläufer
aus Deutschland, die Altenburg als Endpunkt gegenüber Adolfov
bevorzugen, sollten bei Cinovec/Zinnwald-Georgenfeld die Grenze queren.
Man
nutzt die besagte Loipe links und erreicht in wenigen Metern die Loipe
Kahleberg. Hier orientiert man sich zunächst Richtung Georgenfeld. Die
Loipe passiert den Großen Lugsteinhof und führt leicht bergab auf
breiter Waldschneise. In einer leichten Senke muss ein kleiner
geräumter Weg, der zum Biathlonstadion führt, gequert werden. Hier
verlässt man die breite Waldschneise nach rechts und nutzt einen
kleineren parallel verlaufenden Weg, der als Loipe ausgewiesen ist. Es
folgt ein Anstieg leicht bergauf bis zum Alten Zaunhäuser Weg (rechts
zuvor bereits ein Abzweig zum zentralen Loipenparkplatz). Hier
orientiert man sich nach rechts und folgt der Loipenausschilderung zum
Bahnhof Altenberg (siehe Abschnitt Osterzgebirgsloipe).
Von Cinovec nach Adolfov:
Bei
den ersten Häusern von Cinovec zweigt die Skimagistrale (KLM/KBS)
leicht rechts
ab und erreicht nach insgesamt rund 14,5 km die
Hauptverkehrsstraße. In Cinovec bestehen diverse Einkehr- und
Übernachtungsmöglichkeiten. Die
Loipe
führt
nach Querung der Straße mittels einer Brücke anschließend am Waldrand
entlang nach Osten.
Nach rund einem Kilometer ab Ortsausgang Cinovec orientiert
man
sich leicht rechts. Die Loipe verläuft nun nach
Südosten
leicht bergab und später leicht südlich des Hauptkamms entlang. Zum
Teil ist der Weg durch Holzstangen markiert. Die Strecke führt
überwiegend durch lichten Wald. Das
gesamte Teilstück ist recht windanfällig.
Einzelne Ortsloipen von Fojtovice zweigen rechts und links der Trasse
ab. Alternativ kann man zwischen Cinovec und Mückentürmchen auch die
nördlichere, direkter auf dem Hauptkamm verlaufende Loipenvariante
nutzen, die letztlich ebenso zum Ziel
führt (siehe Loipenplan). Falls nicht maschinell gespurt sein
sollte, sind auf dieser nördlichen Route manuelle Spuren
wahrscheinlicher.
Nach
insgesamt rund 21
Kilometern erreicht man eine Freifläche mit einem Haus, welches zu
Horni Krupka gehört. Die Loipe führt rechts neben einem geräumten Weg
entlang. Anschließend quert man die Straße Krupka - Fojtovice (hier
Parkplatz). Man läuft nun einen geräumten, aber nicht gestreuten Weg
300m bergauf zum 808 Meter hohen
Mückenberg. Hier befindet sich das sogenannte Mückentürmchen (Komari
Vížka) als Einkehr- und
Übernachtungsmöglichkeit. Vom Berg aus kann man eine herrliche
Fernsicht ins böhmische Becken und die umliegenden Berge genießen.
Anschließend
führt die
Loipe leicht bergab, später ebenerdig auf freier, windanfälliger
Fläche zur
kleinen Häusersiedlung Habartice. Der Ort Fojtovice wird nicht
passiert, ist aber leicht von
der
Hauptstrecke aus zu erreichen.
Die
Strecke verläuft
nun auf der Straße nach
Adolfov
(Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit). Die Straße ist im Winter
normalerweise nicht geräumt und damit für den Autoverkehr gesperrt.
Adolfov ist Endpunkt
der gespurten KLM-Loipe. Interessierte Skifahrer können auf meist
ungespurter Strecke aber noch bis Naklerov (Nollendorf), Tisá
(Tissa) oder gar Schöna im Elbtal die Skitour fortsetzen.
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