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Die Skimagistrale - Von Bozi Dar nach Satzung


Dieser Abschnitt der Skimagistrale konnte bis vor kurzem nur erfahrenen Skiläufern empfohlen werden. Seit Februar 2013 hat sich die Situation geändert, da eine neue gespurte Loipe von Bozi Dar bis Horni Halze existiert. Damit kann die Hälfte dieses Streckenabschnitts auf gespurten Loipen zurückgelegt werden. Insgesamt führt die Skimagistrale durch eine sehr einsame Gegend. Proviant für die Selbstverpflegung sollte in jedem Fall mitgenommen werden. In einigen Bereichen bleibt der offizielle Verlauf im vagen; eine Ausschilderung ist nur sehr spärlich und teilweise auf nicht mehr aktuellen Wegen vorhanden.

Insgesamt ist dieser Abschnitt zwischen Bozi Dar und Satzung ist sehr lang und zumindest im zweiten Teil dieses Abschnitts nicht maschinell gespurt. Nur gut trainierte Läufer können die rund 38 km lange Strecke von Bozi Dar bis Satzung an einem Tag zurücklegen. Andererseits bestehen nur sehr wenige Übernachtungsmöglichkeiten zwischen dem Klinovec (Keilberg) und Satzung. Unmittelbar am Klinovec befinden sich noch einige Hotels, die aber besonders von alpinen Skifahrern genutzt werden. Ansonsten kommen noch Unterkunftsmöglichkeiten in Kovářská (Schmiedeberg) oder Měděnec (Kupferberg) in Frage. Alternativ kann man auch ab Cerny Potok nach Jöhstadt über die Grenze fahren. Da dies letztlich einen weiteren Umweg darstellt, wird darauf in der folgenden Beschreibung aber verzichtet.



Eine alternative Möglichkeit besteht darin, auf das Teilstück über das Keilberggebiet zu verzichten und auf gespurten Loipen über Oberwiesenthal und den Neudorfer Skiwanderweg nach Bärenstein zu laufen. Ab Bärenstein bestehen dann folgende Möglichkeiten: 1) Autotransfer bis Satzung oder 2) Skitour Bärenstein - Vejprty - Cerny Potok - Staumauer Preßnitztalsperre - Satzung. Variante 2 ist laut Aussage eines erfahrenen Kammtour-Skiläufers zeitmäßig etwas kürzer als die konventionelle Strecke über Medenec, wobei im Bereich Bärenstein - Vejprty mindestens über 2km die Skier getragen werden müssen. Ich bin diese Strecke noch nicht gelaufen und kann deshalb auch keine konkrete Empfehlung für diese Variante abgeben. In den beiden Loipenkarten ist diese Route als Alternative eingezeichnet. Nachfolgend wird nur die konventionelle Streckenführung dargestellt.


Variante "Medenec":

Höhe Kilometer Markierung Station
1 1030m 0 38 - Bozi Dar
2 1090m 1 37 - Grenzübergang Bundesstraße 95
3 900m 5 33 - Abzw. Loipe nach Loucna im Zechengrund
4 980m 7,5 30,5 - Skigebiet Klinovec - Talstation Damska Sessellift
5 1020m 9,5 28,5 - Pod Meluzínou nahe Wirbelstein/Meluzina - Zusammenschluss mit Loipenvarianten Keilberg
970m 12,5 25,5 - Pod Vysokou seci - Abzw. Skiwanderweg Ri. Kovarska
7 890m 15,5 22,5 - Ende der Loipe Loucna-Horni Halze
8 870m 16,5 21,5 - Horni Halze Skilift
9 850m 19 19 - Medenec
10 820m 21 17 SM Waldeingang Medenec nahe Skilift Alsovka/Pension DUHA
11 840m 22,5 15,5 SM Waldausgang Windräder (Ende Loipen Medenec)
12 810m 24 13 - Querung Eisenbahnstrecke
13 750m 24,5 13,5 Fahrradweg 23 Querung Straße S223 (Medenec-Rusova)
14 760m 30 8 blaue Markierung, Fahrradweg 23
Zusammenschluss Variante Medenec/Kovarska unterhalb des Hassbergs (Jeleni hora)
15 890m 33 5 SM/Grüne Loipe Grenzübergang Preßnitzweg/Ortsloipen Satzung 
16 860m 37 1 SM/Grüne Loipe Loipenparkplatz Satzung
17 880m 38 0 SM Hirtsteinbaude Satzung
  Hinweis: Tabelle mit Variante über Medenec sowie Nordumfahrung Keilberg über Zechengrund/Loucna


Höhenprofil Skimagistrale Bozi Dar - Satzung
Höhenprofil Skimagistrale Bozi Dar - Satzung (Hirtsteinbaude)
Hinweis: Höhenprofil mit Variante über Medenec sowie Nordumfahrung Keilberg über Zechengrund/Loucna


siehe auch:
» Loipen Bozi Dar
» Loipen Klinovec und Loucna
» Loipen Měděnec und Horni Halze
» Loipen Satzung
» Loipenplan Loucna (Bilddatei)
» Loipenplan Loucna (pdf-Datei)

» Loipenplan Skimagistrale Bozi Dar - Satzung Teil 1 (Bilddatei)
» Loipenplan Skimagistrale Bozi Dar - Satzung Teil 1 (pdf-Datei)
» Loipenplan Skimagistrale Bozi Dar - Satzung Teil 2 (Bilddatei)
» Loipenplan Skimagistrale Bozi Dar - Satzung Teil 2 (pdf-Datei)


externe Links:
» Loipenatlas zentrales Erzgebirge mit aktuell gespurten Loipen am Keilberg
(grün: vor 2-24h frisch gespurt, gelb: vor 2-4 Tagen frisch gespurt, rot/orange: vor 5-7 Tagen zuletzt gespurt, grau: Loipe länger nicht gespurt)


Bereits in Bozi Dar steht man vor der Entscheidung, welche Streckenvariante man nutzen möchte. Offiziell startet die Skimagistrale am Hotel Praha und verläuft wie der E3-Wanderweg bergauf durchs Skigebiet Neklid. Anschließend folgt dann wahlweise eine südliche Umfahrung um den Keilberg, eine direkte Überfahrt oder aber eine nördliche Umfahrung auf halber Höhe samt Querung sämtlicher Skipisten. Gespurt ist erst wieder östlich des Keilbergs. Bisher basierte die Beschreibung auf dieser Seite auch auf diesen drei Varianten. Weiterhin ist dies der "offizielle" Verlauf. Da man von Loucna aus mittlerweile eine neue Loipe spurt, empfiehlt sich seit neustem aber ein ganz anderer Streckenverlauf, der derzeit zwar nicht "offizielle" SM-Strecke ist, aber in dieser Form einige Vorteile bietet. Diese vorteilhafte Variante wird als erstes beschrieben.

Streckenvariante Zechengrund/Loucna


In Bozi Dar orientiert man sich nach Norden. Die Loipe startet unweit der Kirche in einer Senke am Ortsrand. Eine regelmäßig gespurte Loipe führt am Südhang bergauf Richtung Grenzübergang der Bundesstraße 95. Unmittelbar am Grenzübergang quert man die Straße. Anschließend verläuft die Loipe am Waldrand entlang der deutsch-tschechischen Grenze bergauf. Auf rechter Seite befinden sich die Straße und Parkplätze für das Skigebiet Neklid (Unruhe). Anschließend geht es an den Windrädern vorbei. In diesem Bereich erreicht man mit knapp 1170 Meter Höhe den höchsten Punkt des Streckenabschnitts. Hinsichtlich Loipenpräparation endet hier auch der Zuständigkeitsbereich von Bozi Dar und beginnt das Loipengebiet von Loucna. Im Bereich der Windräder zweigt die Loipe leicht nach links ab, während geradeaus eine Schneemobilstrecke hinauf zum Keilberg führt. Anschließend beginnt eine steile, rasante Abfahrt bergab in den Zechengrund. An einer Loipengabelung orientiert man sich links (Empfehlung). Dieser Weg ist etwas weniger steil als die Loipe geradeaus/rechts. Später führen beide Loipen wieder zusammen.

Am Ende der Abfahrt erreicht man das Tal, den Zechengrund. Die ersten Häuser von Oberwiesenthal auf der anderen Bachseite sind schon sichtbar. Hier geht es nun jedoch gleich rechts bergauf. Es besteht wiederum die Wahl zwischen zwei Wegvarianten. Bergauf kann man durchaus den steilen, kürzeren Weg wählen. Kurz nachdem beide Loipen wieder zusammenführen, erreicht man den Waldrand unterhalb des Keilberg-Skigebiets. Die Loipe verläuft auf freier Fläche über das Feld. Nach einer kurzen Abfahrt gelangt man zum CineStar-4er-Sessellift mit orangenen Hauben. Hier endet die Loipe. Nun nutzt man für 400 Meter einen breiten, gewalzten Skiweg, der den Sessellift mit dem Parkplatz verbindet. In diesem Bereich muss mit regem Betrieb alpiner Skifahrer gerechnet werden. Eine Skipistenquerung ist aber nicht notwendig. Bei Erreichen des Parkplatzes sind für etwa 400 Meter die Skier zu tragen, da man auf einer geräumten Straße entlanglaufen muss. Man orientiert sich zum Sessellift Damska bergauf. Anschließend läuft man links die Straße am Hang entlang.

Die Loipe beginnt ca. 250 Meter hinter dem Hotel Nástup und führt auf der Straße S223 in Richtung Horní Halže. Die Straße ist neuerdings im Winter für den Autoverkehr gesperrt. Die breite Loipe verläuft direkt auf der Straße. Nun ist die Orientierung ziemlich einfach. Nach weiteren 2 Kilometern zweigt man links ab. Geradeaus existiert eine Loipe zum Wirbelstein (Meluzina) und dem Loipennetz südöstlich des Keilbergs. Hier münden die Keilberg-Varianten ein, die nachfolgend näher beschrieben werden.

Streckenvarianten Keilberg

In Bozi Dar orientiert man sich zunächst an den Skiliften östlich von der Hauptverkehrsstraße. Am Hotel Praha führt ein Weg nach Osten mit Unterführung der Hauptstraße. Anschließend befindet man sich direkt am Skihang. Man folgt dem Schlepplift entweder links oder rechts am Rande an der Abfahrtspiste bergauf. Zwischen dem Lift am Hotel Praha und den anderen Neklid-Skiliften wird ein breiter Weg gewalzt, welchen man entlang läuft. Man kreuzt nun den Sessellift des Skigebiets Neklid nahe der Bergstation, wobei man hier auch eine Ausschilderung als "Loipe" Bozi Dar - Klinovec vorfinden kann. Schilder nach der Skimagistrale sucht man vergebens. Man quert nun einen Skihang und den östlichsten Schlepplift. Anschließend ist nicht präpariert: Entweder folgt man der Stangenmarkierung bergauf, bis man die Straße am Waldrand erreicht und folgt wenig später dem Weg rechts leicht bergab. Offiziell verläuft die Strecke etwas unterhalb am Hang durch den Wald und später leicht bergauf, was allerdings teilweise schwerer zu fahren ist. Bei beiden Varianten erreicht man eine Wegkreuzung.


Nach etwa 2,5 Kilometern zurückgelegter Strecke gelangt man an eine Wegkreuzung und man muss sich entscheiden, welche Strecke man am Klinovec (Keilberg) - den mit 1244m höchsten Berg des Erzgebirges - wählt. Man hat die Auswahl zwischen einer südlichen Gipfelumfahrung, einer nördlichen Gipfelumfahrung oder einer direkten Fahrt über den Berg. Alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Offiziell wird meines Wissens keine Variante empfohlen, obwohl eine gewisse Präferenz für die südliche Umfahrung besteht. Je nach Wetterverhältnissen und Interessenlage sollen die Skifahrer selbst entscheiden, welche Route sie wählen.


Die Skimagistrale um den Klinovec/Keilberg:

 Südliche  Umfahrung  Nördliche Umfahrung  Direkte Überfahrt
Gesamtlänge  8 km  5 km  5 km
Höhenlage  940-1140m  1020-1180m  1020-1244m
Verlauf
0 km Wegtrennung
   
1,5km
 
Querung Skipiste und Sessellift
5 km
 
Abzw. Sucha
 
7,5km
 
Zusammenschluss
 
0 km Abzw. südliche Umfahrung
0,7km Abzw. nördliche Umfahrung
2 km
 
Querung östlichste Skipiste
 
2,5km
 
Zusammenschluss mit Strecke über Gipfel
4,5km
 
Zusammenschluss mit südlicher Umfahrung
0 km Abzw. südliche Umfahrung
0,7km Abzw. nördliche Umfahrung
1,5km
 
Querung Klinovec
 
2,5km
 
Zusammenschluss mit nördlicher Umfahrung
4,5km
 
Zusammenschluss mit südlicher Umfahrung


Die nördliche Umfahrung (Traverz) ist abfahrtstechnisch und streckenmäßig die bequemste, die Strecke östlich der Skipisten sollte maschinell präpariert sein. Dafür müssen aber ganze sechs vielbefahrene Skipisten, 3 Schlepplifte und 3 Sessellifte gequert werden. Die Gipfelvariante direkt über den Keilberg (Klinovec) ist kaum länger als die Nordumfahrung, man kann bei gutem Wetter grandiose Ausblicke genießen und es muss kein einziger Skilift gequert werden. Der Nachteil besteht hierin, dass ab dem Gipfel keine Loipe und auch kein häufig befahrener Skiwanderweg bergab Richtung Süden/Südosten existiert, was ungeübten Skifahrern bei Tiefschnee nicht zwangsläufig zu empfehlen ist (ebenso wenig wie eine Abfahrt auf der alpinen Abfahrtspiste). Die südliche Umfahrung ist deutlich länger, außerdem geht es von 1140 Metern wieder bis auf 960 Meter bergab. Vorteil: es müssen nur zwei Skipisten gequert werden und ab Sucha ist eventuell sogar maschinell gespurt. Derzeit würde ich diese Strecke noch empfehlen, nach Fertigstellung des neuen Sessellifts am Südhang besteht bei dieser Variante aber auch das Problem der Querung einer sehr viel befahrenen, breiten Skipiste.

1) Wählt man an der Wegkreuzung den Weg rechts/geradeaus bergab, so kann man den Klinovec südlich umfahren. Zunächst führt der Weg mäßig bergab am Hang entlang. In der Folge muss eine schmale Skipiste sowie der Einer-Sessellift gequert werden. Aufgrund des Ausbaus des Skigebiets passiert man neuerdings zusätzlich eine zweite, breite Skipiste. Anschließend ist der Weg mehr oder weniger flach, kurzzeitig leicht abfallend. Nach insgesamt 8 km ab Bozi Dar erreicht man eine Freifläche oberhalb des Ortes Sucha. Hier befinden sich einzelne alte Ferienhäuser. Die Skimagistrale zweigt hier links ab. Es geht nun wieder leicht, am Anfang auch steiler bergauf nach Nordosten. Diese Strecke ab Sucha ist regelmäßig maschinell gespurt. Teilweise sind wunderschöne Fernsichten in die tief eingeschnittenen Täler östlich und südlich möglich. Nach 11 Kilometern erreicht man an der Schutzhütte "Na Sucha" die gespurte Loipe aus Richtung Keilberg.

2) Fährt man ge
radeaus/leicht links bergauf, so wird nach einem kurzen Anstieg die kleine Straße auf den Keilberg erreicht. Dieser muss man einige Meter folgen, ehe auf der anderen Straßenseite die "Loipe" Bozi Dar - Klinovec fortgeführt wird. An diesem Punkt zweigt links der Weg nördlich um den Keilberg ab (nicht gespurt), der ohne größeres Gefälle alle Schlepplifte, Sessellifte und Skipisten quert, ehe es nach Querung der letzten Piste auf breiter Loipe Richtung Südosten geht. An diesem Punkt findet man auch ein SM-Schild. Die Strecke ist anschließend zunächst eben, später mittelschwer abfallend. An möglichen Loipenabzweigungen bleibt man immer auf dem breiten Hauptweg und zweigt nicht links ab. Am Ende der Abfahrt befindet sich eine Schutzhütte, von rechts zweigt an dieser Stelle die südliche Keilberg-Umfahrung ein.

Traumhafte Winterlandschaft im Keilberggebiet
Traumhafte Winterlandschaft am Keilberg
3) Entscheidet man sich für die dritte Variante, so folgt man der Loipe Bozi Dar - Klinovec bis auf den Gipfel. Der Weg führt zunächst steiler bergauf, flacht dann aber ab. Auf dem Berg orientiert man sich eher Richtung Süden zur Bergstation des neuen Sessellifts am Südhang. Hinter dem Haus der Bergwacht führt ein Waldweg von der Straße weg. Dieser ist bei viel Schnee allerdings im Winter kaum zu erkennen. Der Wald in diesem Bereich ist allerdings nicht allzu dicht, d.h. man kann auch ohne genauen Weg zwischen den Bäumen bergab fahren. Dabei sollte man sich zunächst konsequent in südöstliche Richtung orientieren. Hier ist das Gefälle nur leicht abfallend. Später, wenn das Gefälle langsam steiler wird, dreht man nach Nordost und erreicht später zwangsläufig die gespurte Loipe (nördliche Umfahrung). Die Abfahrt stellte sich für mich durch den lockeren tiefen Pulverschnee als völlig problemlos dar. Sicherlich sind bei dieser Variante allerdings ein guter Orientierungssinn und entsprechende Schneebedingungen notwendig. Zur Not kann man auch auf der blau markierten Damenabfahrt vom Gipfel bis zum Startpunkt der Loipen kommen. Auch dies sollten jedoch nur erfahrene Skilangläufer in Angriff nehmen.

An der Schutzhütte "Na Sucha" sind alle drei Keilberg-Varianten wieder zusammengeführt. Rund 1,5 Kilometer ist die Trasse identisch mit der gelben Loipe. Das Profil ist wellig, aber nicht anspruchsvoll. Links zweigt zunächst eine Loipe ab, die man nicht nimmt. Später dreht die Loipe der Skimagistrale leicht nach links. Es folgt eine längere Gerade, an deren Ende man direkt am markanten 1094m hohen Wirbelstein (Meluzina) steht (Abzweigungen rechts ignorieren). Nun folgt man der Loipe nach links und umfährt den Berg westlich. Nach einer kurzen Abfahrt erreicht man einen breiten Weg. Diesem folgt man nach links und weniger später erreicht man die breite Loipe nach Horni Halze auf einer im Winter für den Autoverkehr gesperrten Straße. An dieser Stelle erfolgt der Zusammenschluss zwischen der "Variante Loucna/Zechengrund" und den "Varianten Keilberg".


Auf breiter Loipe folgt nun eine leichte Abfahrt. Später ist das Streckenprofil wieder eben. An einer Schutzhütte könnte man links Richtung Kovarska Bahnhof ins Tal abzweigen. Die gespurte Loipe führt jedoch weiterhin geradeaus, zunächst noch leicht ansteigend nördlich am 1006m hohen Vysoka Sec (Hoher Hahn) vorbei. Es folgt eine leichte Abfahrt Richtung Horni Halze. Bevor das Ende der maschinell gespurten Loipe erreicht ist,
muss man sich entscheiden, ob man die Variante östlich der Talsperre Preßnitz über Měděnec wählt, oder ob man die Variante über Kovarska, Cerny Potok/Jöhstadt und die Staumauer der Talsperre bevorzugt. Eine SM-Ausschilderung sucht man vergebens.

Vor die Wahl gestellt, ob eher über Měděnec oder über Cerny Potok, so würde ich eher die Variante über Měděnec empfehlen. Die etwas kürzere Měděnec-Variante hat den Vorteil, dass hier auch einige Tschechen, die mehrtägige Skitouren auf dem Erzgebirgskamm in Angriff nehmen, diese Strecke fahren werden, während man nördlich von Kovarska wohl tatsächlich keine anderen Skiläufer antreffen wird. Tendenziell ist auch die Gefahr geringer, dass man sich verläuft. Bei sehr windigen Wetterverhältnissen mit schlechter Sicht könnte sich dagegen die Kovarska-Variante als vorteilhaft erweisen, da diese im Gegensatz zur Měděnec-Variante fast ausschließlich im Wald verläuft.

Achtung: Der Verlauf der SM-Skimagistrale auf offiziellen Loipentafeln und Loipenplänen ist im Bereich Keilberg - Horni Halze größtenteils veraltet! Die neue Loipe Loucna - Horni Halze direkt auf der im Winter gesperrten Straße existert erst seit Februar 2013. Ein Verlauf weiter nördlich nach Měděnec, wie bei den aktuellen Wintersportkarten des Sachsenkartographie-Verlags und des Publicpress-Verlags eingezeichnet, ist veraltet. Ebenso nicht aktuell sind die Übersichtstafeln zur Skimagistrale bei Oberwiesenthal, die den Weg für die Variante Měděnec südlich der Straße S223 (Loucna - Měděnec) zeigen.


Variante Měděnec (empfohlen)

Zunächst folgt man weiter der der breit gespurten Loipe. Einige hundert Meter vor dem Ortseingang Horni Halze endet die gespurte Loipe. Links zweigt die geräumte Straße aus Richtung Kovarska ein. Man sollte sich an der Straßenabzweigung nach rechts orientieren. Man läuft einen Waldweg entlang nach Südosten. Kurze Zeit später erreicht man den Waldrand. Mit etwas Glück existiert eine gespurte Loipe übers Feld bergab an den ersten Häusern der verlassen wirkenden Ortschaft Horni Halze vorbei.

Man quert einen kleinen geräumten Weg und folgt der Loipe zur Bergstation des etwas älteren Schlepplifts von Horni Halze. Nun geht es entlang der Häuser bergab in eine Senke. Hier endete beim letztmaligen Befahren der Skimagistrale die gespurte Loipe. Man kann nun über eine kleine Brücke über den Bach und über ein Grundstück direkt eine kleine Nebenstraße von Horni Halze erreichen. Da es eher wie ein Privatgrundstück aussah, bin ich jedoch kurz hoch zur Straße gelaufen und habe dort den Bach gequert. Anschließend habe ich 300 Meter die Straße entlang die Skier getragen. Anschließend führt ein kleiner Weg rechts bergab. Dort angekommen, kann man auf ungespurter Strecke über freies Feld nach Medenec laufen. Skilangläufer sollten sich beim Wegeverlauf an bereits vorhandenen Spuren orientieren. Zunächst geht es noch eher bergauf, später eher leicht bergab am Hang entlang. Hier kann man bei gutem Wetter eine hervorragende Fernsicht nach Süden genießen.

Měděnec erreicht man an der unteren kleinen Ost-West-Querstraße (insgesamt 19 km ab Bozi Dar bei Streckenvariante Loucna/Zechengrund). Diese nutzt man und läuft nach Osten durch den Ort. Wer Zeit hat, kann bei Měděnec einen Abstecher auf den markanten gleichnamigen Berg mit Turm (Mědník - Kupferhübel) unternehmen, von wo aus eine hervorragende Fernsicht möglich ist. Im Ortszentrum befinden sich mehrere Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, von denen zumindest ein Lokal geöffnet sein sollte. Anbieten tut sich beispielsweise das Lokal "U medveda" an der Straße talwärts nach Klasterec gelegen.


Vom Ortszentrum aus folgt man weiterhin der Gasse nach Osten. Die zweite Querstraße nach links nutzt man und gelangt an eine abbiegende Hauptstraße am Ortsrand. Gegenüberliegend auf dem Feld beginnt - mit etwas Glück - eine breite, mit einem Pistenbully präparierte Skilanglaufstrecke. Man nutzt den nördlichen Weg auf dem Feld (Verwehungen möglich). Später kommt man bereits in die Nähe der Bahngleise, quert diese aber noch nicht. An einem Haus (Pension DUHA) nahe des Bahnhofs Medenec quert man die Straße und folgt der Loipe geradeaus übers Feld. Kurz danach quert man eine zweite Straße direkt am Waldrand. An dieser Stelle findet man gleich zwei SM-Schilder vor. Es sei allerdings angemerkt, dass die beiden örtlichen Loipen im Wald hier mit SM-Schildern markiert sind (siehe Loipen Měděnec).

Man folgt zunächst der Ausschilderung in den Wald und erreicht kurze Zeit später den Bahndamm. Hier orientiert man sich nach rechts. Eine leichte Abfahrt folgt, dann zweigt man links ab bergauf. Die Loipe erreicht dann wieder die Bahnstrecke, wobei die Loipe nun oberhalb entlangführt. Anschließend erreicht man den Waldrand. Während die örtliche Loipe an der Wald-Feld-Kante entlangführt und später wieder zum Skilift Měděnec Alsovka zurückkehrt, geht es nun auf ungespurter Strecke weiter über freies Feld (Verwehungen möglich). Dabei orientiert man sich nach Nordosten und umfährt eine kleine bewaldete Senke. Man sollte noch westlich am vorderen grünen Windrad vorbeilaufen und dann ca. 150 Meter westlich des "weißen" Windrads die Kuppe passieren (siehe Bildergalerie). Nun erkennt man schon die Bahnstrecke, welche am Hang entlangführt. Direkt geradeaus befindet sich eine Unterführung. Diese nutzt man, wobei man aufgrund von Schneeverwehungen etwas vorsichtig bei der Unterführung fahren sollte.

Hinweis: Laut der Webseite des Skialreals Měděnec wird in der Wintersaison 2013/2014 eine neue Loipe westlich und nördlich der Bahngleise gespurt. Diese neue Loipe könnte man entsprechend nutzen anstatt direkt über die Kuppe an den Windrädern vorbei zu fahren.

Nach Unterquerung der Bahntrasse orientiert man sich an einem kleinen Wäldchen unterhalb im Tal. An diesem Wäldchen sollte man links vorbei fahren bis zum Waldrand und dann zur Straße. Idealerweise erreicht man die Straße direkt an einem Bach, welcher hier die Straße unterquert. Man läuft jetzt über die Straße an der Bachquerung und auf der anderen Seite startet dann direkt der Weg zum Stausee (Ausschilderung Fahrradweg 23 nach Kalek). Diesem recht breiten Weg folgt man nun zunächst leicht bergab, später eher bergauf oberhalb des Stausees am Hang entlang. Der Bereich zwischen Weg und Stausee ist größtenteils bewaldet. Damit ist dieser Bereich weniger windanfällig als zuvor die Strecke entlang der Windräder. Später geht es bergab über eine Brücke und anschließend wieder bergauf. Von nun an verläuft der Weg durch den Wald am Hang entlang. An möglichen Weggabelungen orientiert man sich tendenziell links, insbesondere an einer schön gestalteten Quelle (Karlův pramen) mit Rastmöglichkeit. Rechts führen einzelne Wege bergauf zum Hassberg. Nachdem etwa 2 Kilometer im Wald zurückgelegt sind, erreicht man den blau markierten Weg aus Richtung der Staumauer. Dies ist der Zusammenschluss mit der Variante über Kovarska und Cerny Potok/Jöhstadt.

Östlich des Preßnitzstausees
Einsame Gegend östlich des Preßnitzstausees


Achtung: Die Strecke ab Měděnec liegt sehr einsam ohne irgendwelche Häuser und wird ab den Windrädern nicht maschinell gespurt. Auch davor bei Měděnec und Horni Halze wird nur am Wochenende ab und an maschinell gespurt. Durch das offene Gelände muss mit Schneeverwehungen gerechnet werden, was ein Vorankommen insgesamt schwierig gestaltet. Durch Verwehungen kann insbesondere an den Windrädern bei Měděnec, aber auch östlich der Talsperre Flaje die Schneedecke recht dünn werden. Bei Nebel kann eine Orientierung auf dem Feld schwierig werden. Unterschätzen Sie die Streckenlänge nicht! Von Měděnec nach Satzung sind es fast 20 Kilometer, ohne dass irgendeine Siedlung passiert wird. Sehr schwierige Abfahrten sind bei dieser Variante nicht vorhanden. Bergab bei den Windrädern und vor Horni Halze sind die Abfahrten etwas anspruchsvoller.

Variante Kovarska/Černý Potok (offizielle Alternative)

Von der gespurten Loipe Loucna - Horni Halze zweigt man links ab.
Man folgt dem Weg geradeaus bergab, später links bergab Richtung Kovářská (zum Teil steilere Passagen östlich/nördlich an der Erhebung Milíře vorbei). Es kommt wieder zum Zusammenschluss beider Wegvarianten.

Östlich des Preßnitzstausees
Oberhalb von Kovarska, Blick zurück zum Fichtelberg


Die Skimagistrale führt nun nach Osten leicht bergauf bis die Straße zwischen Kovářská und Měděnec erreicht wird. Diese quert man und läuft auf ebenem bis leicht ansteigendem Terrain weiter. Nach insgesamt knapp 21 zurückgelegten Kilometern ab Bozi Dar wird die sanfte Erhebung Raseliniste erreicht. Hier zweigt man nach links (Norden) ab. Die Strecke führt leicht bergab, bis die Eisenbahnstrecke Vejprty-Chomutov am Bahnhof Kovářská městys gequert wird. Man folgt dem Weg geradeaus nach Norden und quert die kleine Straße Kovarska - Preßnitzstausee.

Anschließend ist der genaue Verlauf der Skimagistrale wieder sehr vage. Der direkte Weg auf der Waldschneise geradeaus führt teilweise steil bergab. Daher sollte man sich nach Querung der Straße an den markanten beiden Spitzbergen (Špičák) orientieren. Man läuft zunächst am kleinen Spitzberg vorbei. Anschließend erreicht man eine breite Waldschneise, der man nach Norden folgt. Den Schmiedeberger / Großen Spitzberg (Velký Špičák) passiert man westlich. Nun führt die Schneise leicht, später mittelschwer bergab. Auf dem gelb markierten Wanderweg (Abzweigung nach links) geht es weiter bergab ins Tal der Černá voda (Schwarzwasser). Östlich des Bachs etwas oberhalb folgt man dem Weg am Hang entlang bis nach Černý Potok. Hier quert man die Straße und läuft weiter nach Norden an einzelnen Häusern vorbei. Die kleine Siedlung liegt direkt an der Grenze (Einkehrmöglichkeit). Nach Jöhstadt sind es nur zwei Kilometer (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten).

Am Waldrand führt rechts ein blau markierter Wanderweg bergauf in den Wald nach Osten (in Gegenrichtung steile Abfahrt). Später zweigt der Weg nach rechts ab. Man läuft südöstlich leicht bergab zur Staumauer der Preßnitztalsperre (Straße nach Kryštofovy Hamry mit Übernachtungsmöglichkeit). Diese quert man und folgt dem Weg anschließend geradeaus bergauf. Es kommt zum Zusammenschluss der zwei Loipenvarianten.
Hinweis: Falls keine Einkehr in Černý Potok bzw. Jöhstadt geplant ist, kann man den Ort auch östlich umfahren, ohne ins Schwarzwassertal fahren zu müssen. Entsprechendes Kartenmaterial zur Orientierung muss aber unbedingt mitgeführt werden.


Nachdem beide Varianten wieder vereint sind, folgt ein drei Kilometer langer Anstieg auf dem blau markierten Wanderweg am Fuße des markanten 994m hohen Jelení hora (Haßberg). In Gegenrichtung ist die Abfahrt als leicht bis mittelschwer einzuordnen in Abhängigkeit der Schneeverhältnisse. Am Ende des Aufstiegs führt die Loipe zunächst fast flach geradeaus. An einer lichten Waldstelle zweigt die Skimagistrale nun leicht links ab (keine Ausschilderung!). Es folgt eine kurze Abfahrt. In der Senke befindet sich der Grenzübergang. Teilweise spurt Satzung bis an die Grenze bereits eine Loipe. Ansonsten beginnt spätestens 300 Meter später die in der Regel perfekt gespurte Loipe (grün markierte "12-km-Loipe" von Satzung). Man folgt nun der Beschilderung "SM" und den grünen Dreiecken der Ortsloipe über die Kuppe, dann bergab bis zu einer Loipenkreuzung. Hier geht es nun rechts bergauf bis zum Waldrand mit Schutzhütte und schlussendlich am Waldrand entlang bis zum zentralen Loipeneinstieg von Satzung. Im Ort befinden sich Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten (es besteht teilweise eine Anschlussloipe zum Ortszentrum). Endpunkt dieses Loipenabschnitts soll jedoch die Hirtsteinbaude als Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit direkt an der Skimagistrale sein. Diese erreicht man über eine Loipe am Waldrand entlang bergauf (Verwehungen möglich). Nach insgesamt rund 38 Kilometern bei Nutzung der Streckenvariante Loucna/Zechengrund und Route über Medenec wird der Endpunkt diese Abschnitts erreicht.


Weitere Informationen zur Tourenplanung

Touren für Tagestouristen ohne gleichen Hin- und Rückweg:

Gesamte Strecke:

Wer die gesamte Strecke an einem Tag ablaufen möchte, findet natürlich keine gute Verbindung mit öffentlichem Personennahverkehr zwischen Bozi Dar und Satzung. Erstaunlicherweise verfügt Satzung wochentags aber über eine gute Busverbindung nach Annaberg-Buchholz. Wer es bis 17.15 Uhr nach Satzung schafft, erreicht 19 Uhr Oberwiesenthal. Ansonsten bleibt nur die Variante der Anreise mit 2 Autos.

Teilstrecken:

1. Oberwiesenthal - Kovarska / Medenec / Rusová
Möglich ist eine Zugfahrt. Der Bahnverkehr zwischen Vejprty (Weipert) und Kovarska bzw. Medenec bzw. Rusová ist allerdings fast eingestellt. Nur jeweils samstags und sonntags gibt es zweimal täglich je einen Zug. Mit Umstieg in Cranzahl erreicht man wieder Oberwiesenthal. Von Oberwiesenthal aus müsste man allerdings zunächst mit Skiern nach Bozi Dar laufen.

2. Bozi Dar - Medenec
Zwischen Medenec und Bozi Dar verkehrt jeweils einmal täglich (auch am Wochenende) ein direkter schneller Bus. Anbieten tut sich allerdings diese Möglichkeit nur, wenn man in Medenec startet (das Auto abstellt), da jeweils ein Bus frühs von Medenec nach Bozi Dar fährt und nachmittags entsprechend von Bozi Dar nach Medenec.

weitere Informationen:
idos.cz
vms.de

Achtung! Mögliche Fahrplanänderungen können zu Veränderungen führen. Bitte nehmen Sie einen Skisack zum Transport der Skier im Bus mit.


Informationen für Mehrtagestourenskiläufer

Je nach Schneeverhältnissen und individueller Kondition ist eine Tagestour Bozi Dar-Satzung schaffbar. Ich war im Januar 2012 (die Loipe Loucna - Horni Halze existierte noch nicht) gegen 9.00 Uhr in Bozi Dar gestartet und war 17.00 Uhr zum Sonnenuntergang an der Hirtsteinbaude angekommen, die als Unterkunft direkt an der Skimagistrale sehr empfohlen werden kann. Alternativ bestehen im Ort weitere Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Mittagspause habe ich gegen 13.00 Uhr für (nur) eine reichliche halbe Stunde in einem Gasthaus in Medenec gemacht. Das Tempo würde ich als zügig aber nicht sonderlich schnell bezeichnen. Da ich über den Keilberg gelaufen bin, könnte man hier mittels nördlicher Route sicherlich nochmals ein paar Minuten einsparen, ebenso die vielen Pausen für Fotos. Andererseits war gerade östlich des Keilbergs richtig gut gespurt, was nach Neuschnee unter der Woche nicht der Fall sein dürfte. Generell ist bei Neuschnee ohne Spuren von vorherigen Läufern erheblich mehr Zeit einzuplanen. Medenec würde ich prinzipiell als guten Übernachtungsort einschätzen, wenn man sich mit einfachen Unterkünften zufrieden gibt. Allerdings sollte man in diesem Fall reichlich Verpflegung mitnehmen, da Einkehrmöglichkeiten zwischen Keilberg und Medenec wie auch zwischen Medenec und Satzung nicht vorhanden sind. Ich weiß nicht, ob am Wochenende am Skihang von Horni Halze irgendeine Art Imbiss offen ist. Prinzipiell besteht in Horni Halze jedoch keine Einkehrmöglichkeit.

» Übersicht zu Unterkunftsmöglichkeiten


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